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Projekt- und Bauversicherung – Überblick

Ein Bau- und Montageprojekt ist verdichtetes Risiko: viele Beteiligte, hohe Werte, enge Fristen – und die Logik der üblichen Jahrespolicen reicht hier nicht aus. Die Projektversicherung ist für genau diese Situation gemacht. Dieser Artikel ist ein Überblick; die Vertiefung finden Sie auf der Fachseite epites.biz.

Kurz zusammengefasst:
  • Die Grunddeckung der Bau- und Montageversicherung umfasst das entstehende Bauwerk und das zum Einbau bestimmte Material; die Haftpflichtsektion für Schäden, die Dritten zugefügt werden, und die Deckung der Baumaschinen lassen sich in der Regel als eigene Sektion oder per Klausel mit gesondertem Limit hinzubuchen – den genauen Inhalt bestimmen Police und Bedingungen.
  • Für wen? Sowohl für den Bauherrn als auch für den Bauunternehmer relevant – wer sie abschließt, entscheiden Vertrag und Ausschreibung.
  • Wann? Projektbezogen, oder bei wiederkehrenden Arbeiten als jährlicher Rahmenvertrag.

Was ist das, und was deckt es?

Das Rückgrat der Projektdeckung ist das entstehende Bauwerk selbst: Schäden, die während des Projekts an der fertiggestellten Konstruktion, an den zum Einbau bestimmten Materialien, am Gerüst und an den Baumaschinen entstehen. Darauf baut der Haftpflichtbaustein auf: Schäden, die den Arbeiten zufolge dem Nachbarn, Passanten oder Versorgungsleitungen zugefügt werden. Die Deckung ist an die Projektdauer gebunden – sie gilt für den Zeitraum zwischen Baubeginn und Übergabe und lässt sich um Probebetriebs- und Gewährleistungserweiterungen ergänzen.

Wer braucht sie?

Die Frage entscheidet sich projektweise und wird typischerweise vom Vertrag vorgegeben: entweder erwartet der Auftraggeber sie vom Bauunternehmer, oder der Bauherr schließt sie für das gesamte Projekt ab, mit Geltung für alle Beteiligten. Als Bauunternehmer gehört deshalb das Zusammenstellen der Versicherungsanforderungen zum Durchlesen von Ausschreibung und Vertrag – darum geht es im Artikel Versicherungsanforderungen bei Ausschreibungen und Vergabeverfahren. Die Subunternehmerkette verdient besondere Aufmerksamkeit: wer unter wessen Deckung arbeitet.

Wann wird sie relevant, und worauf sollten Sie achten?

Typische Momente: der Start einer Ausschreibung (mit geforderter Versicherungsbestätigung), eine größere eigene Investition, oder ein unerwarteter Projektschaden in der Branche. Auf drei Dinge lohnt es sich zu achten: Die Deckung sollte den vollen Wert des Projekts umfassen (auch hier kann eine Unterversicherung zu einer anteiligen Kürzung führen), der zeitliche Geltungsbereich sollte den tatsächlichen Zeitplan abdecken (bei Verzögerungen: verlängern!), und die Haftpflicht-Deckungssumme sollte das im Vertrag geforderte Niveau erreichen. Zum Verhältnis zur üblichen Jahres-Haftpflichtdeckung: Überblick Berufs- und Betriebshaftpflicht.

Interessiert Sie das Thema genauer?

Dieser Artikel ist bewusst als Überblick gehalten: Die ausführlichen Informationen – Deckungen, Ausschlüsse, praktische Beispiele – finden Sie auf der jeweiligen Fachseite des Bereichs.

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information, stellt kein Angebot und keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Die konkreten Deckungen, Ausschlüsse und die Beitragsbildung richten sich nach den jeweils geltenden Vertragsbedingungen der Versicherer – bei der Angebotseinholung lohnt es sich, diese Punkt für Punkt durchzugehen. Aktualisiert: August 2026.

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